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20 Jahre Freundschaft Affing-Lobez

Deutsch-Polnische Versöhnung
Niemcy Reichen wir uns die Hände der Versöhnung ! Polska

Zwangsarbeiter begründet Gemeinde-Partnerschaft zwischen
Aulzhausen / Affing & Lobez
(German-Polish reconciliation)

 


 

Haupt-Seminar-Arbeit - SS 1993:  [Download]
Das Schicksal eines Zwangsarbeiters in Aulzhausen

Inhaltsverzeichnis

   1  Einleitung
   2  Zwangsarbeit

       2.1  Definitionen
       2.2  Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg
   3  Das Schicksal von Michal Kwik
   4  Schlussbemerkung
   5  Anhang

        5.1  Versöhnung ist nicht möglich ohne Wahrheit  [Antrag: Versöhnungs-Kreuz-Aufstellung]
        5.2  Versöhnung u. Partnerschaft ermöglichen Frieden  [Antrag: Gemeinde-Partnerschaft]
        5.3  Ein Mahnmal soll an Michael Kwiß erinnern
        5.4  Mahnmal für jungen Polen befürwortet
   6  Anmerkungen
   7  Literaturverzeichnis

Katholische Universität Eichstätt:
   Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät  //  Lehrstuhl für Politikwissenschaft III
   Didaktik der Sozialkunde und Christliche Soziallehre

Arbeit zum Hauptseminar:
   
Zweimal "Vergangenheitsbewältigung" - nach 1945, nach 1989 (HS 4053)
Dozent:   Bernhard Sutor

 

 


zum Seiten-Anfang    Bericht 1

Grausiger Tod in den Mühlen der "NS-Justiz"
erfährt jetzt eine späte Würdigung
Student erforscht Tragödie eines in Aulzhausen hingerichteten Polen /
Mahnmal aufgestellt

(Aichacher Zeitung vom 21./22. August 1993, S.27)

Aulzhausen (pes) Aulzhausen, Februar 1944: Irgendwo auf den weiten Wiesen hinter der St. Laurentiuskirche wird im frostigen Erdboden ein schlichter Sarg verscharrt. Kein Grabstein, keine Blume, die die letzte Ruhestätte zieren. Wie die Natur über die freie zugeschaufelte Grube, so hat die Geschichte langsam Gras über jenes triste Szenario wachsen lassen. Fast ein halbes Jahrhundert verging, ehe der damals so achtlos Begrabene eine späte Würdigung erfährt.
Gleichzeitig findet damit im fernen polnischen Lobez (bei Stettin) eine zermürbende Suche, die zwei Frauen ein halbes Leben lang beschäftigte, ein nicht mehr erwartetes Ende. Der Tote von Aulzhausen war ihr Bruder: Michal Kwik (sprich: Michael Kwiß). Geboren am 28. September 1922 in Rozaniec (Gemeinde Tarnogród; Kreis
Bilgoraj; Bezirk Lublin) - einem Dorf in Polen (?) nahe der russischen Grenze - hingerichtet von der Gestapo am 7. Februar 1944 in einem Waldstück zwischen ehemaliger Schuttgrube und Miederinger Straße. Michal Kwik war nach Hitlers Polen-Offensive 1939 als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt worden. Eine Zeit, die tausend Jahre dauern sollte, bereitete seinem jungen Leben ein grausiges Ende - nur sieben Monate vom dem 22. Geburtstag. Nach fast 50 Jahren endlich Gewissheit. 
"Schuldzuweisungen sind heute fehl am Platz. Wir haben nur die Wahl, die Vergangenheit zu vergessen oder aber die deutsch-polnische Versöhnung jetzt Wirklichkeit werden zu lassen", meint der Aulzhausener Johannes Grabler, der das Schicksal Michals als eines von vielen im damaligen NS-Deutschland bis ins Detail recherchierte. Gehört hat er die Geschichte vom Mord am polnischen Zwangsarbeiter schon in seinen Kindertagen. Bruchstückhaft. Im letzten Jahr machte sich der Student auf die Suche nach der Wahrheit. Lückenlos, um zumindest der Chronistenpflicht Genüge zu tun. Ausgangspunkt war ein kleiner Eintrag im gemeindlichen Sterberegister. Weder im Staatsarchiv in München noch in den Akten des Aichacher Landratsamtes führte die Spur weiter. Grabler machte sich auf die Suche nach Zeitzeugen. "'Zig Leute" hat der historisch interessierte junge Mann interviewt. Im dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte zu forschen ist freilich gerade in einem Dorf wie Aulzhausen eine prekäre Sache. "Die meisten standen meiner Arbeit schon positiv gegenüber. Ohne die Mithilfe der Dorfbewohner hätt' ich's nie geschafft", erklärt der Student. Rücksicht auf die Identität der mit dem Tod von Michal verquickten Personen war dennoch seine Maxime: Selbst die in seiner Seminararbeit abgekürzt veröffentlichten Namen von Aulzhausenern sind nicht die tatsächlichen. 1992 nimmt er Kontakt zum Bürgermeister von Rozaniec auf und erhält Hinweise auf die noch lebenden Schwestern von Kwik, die in Jahren vergeblicher Suche nach dem Bruder sogar beim Internationalen Roten kreuz vorgesprochen haben. Überglücklich macht sie die Nachricht von Johannes Grabler, wenngleich traurige Vermutung Gewissheit wurde. Wenn die beiden älteren Damen im Juni 1994 nach Affing kommen, soll das schlichte Mahnmal aus Schmiedeeisen, das das Handwerker-Talent Grabler in Eigenanfertigung vor kurzem auf dem Aulzhausener Gottesacker zu Ehren Michal Kwiks errichtet hat, den letzten Schliff bekommen haben: eine kleine Messingtafel, die des hingerichteten Zwangsarbeiters namentlich

gedenkt und - Blumenschmuck. Sein ja zur Aufstellung hat der Affinger Gemeinderat bei drei Gegenstimmen schon vor Monaten gegeben. Auch die weite Anreise der Kwik-Schwestern zur Einweihung will die Gemeinde aus ihrer Tasche zahlen, wie Bürgermeister Helmut Tränkl, der respektvoll von Grablers Arbeit spricht, versichert. Der Eigala-Hof, auf dem Michal als Knecht arbeitete, steht heute noch. "Dabei ging es den Zwangsarbeitern in Aulzhausen noch relativ gut, da es hier wenig Parteimitglieder der NSDAP oder andere eingefleischte, fanatische Nationalsozialisten gab", schreibt Grabler. Dennoch nahm das Unheil Kwiks seinen Lauf. Der "bärenstarke, gutaussehende junge Mann" wurde von argem Heimweh geplagt, galt er im Dorf als verhaltensauffällig, wurde gehänselt und verlacht. Nach einem Streit mit anderen Polen verließ er an einem Adventsonntag 1943 wütend die Knechtekammer der Aulzhausener Wirtschaft. Die zwei jungen Dorfburschen Xaver W. (20) und Eduard U. (circa zehn Jahre alt) folgten ihm und schmetterten steinhaltige Schneebälle auf den Polen. Aus Zorn verlor Michal die Beherrschung und ging mit der Mistgabel auf das Duo los. Xaver W., der sich gerade auf Fronturlaub befand, bekam einen Kratzer ab, seine Uniform Risse. In der Infanteriekaserne in Augsburg erstattete Xaver W., der in den letzten Kriegsjahren fiel, Meldung. 
Mit Hilfe des Volkssturmes? - ein paar Aulzhausener Männer - umstellten Affinger Polizisten kurz darauf den Mayr-Stadel, auf dessen heuboden sich Michal versteckt hielt. Unauffindbar. Die "Jäger" zettelten eine Intrige an: Sie zwangen eine polnische Zwangsarbeiterin oder den Mayr-Bauern selbst, der Michal stets geneigt war, ihn aus seinem Versteck zu locken. Michal wurde abgeführt. 
Erst zwei Monate später kamen zwei Gestapo-Autos nach Aulzhausen. Mit Michal und zwei KZ-Häftlingen. Den Dorfbewohnern stand der Schrecken in den Augen: Durch das Arbeitslager, die schlechte Versorgung und die Misshandlungen war der einst kraftstrotzende Michal bis auf die Kochen abgemagert. Grün und blau geschlagen am ganzen Körper. So erzählten es Grabler die Aulzhausener. 
Mit gebundenen Händen führte und prügelte die Gestapo Michal der Hinrichtungsstätte im Wald entgegen. Seien eigenen Sarg musste er mustern, den der Aulzhausener Schreiner gezimmert hatte - auf SS-Anordnung. Die Männer stellten Michal auf ein Podest, die KZ-Häftlinge legten ihm die Schlinge um den Hals und zogen das Brett unter seinen Füßen weg. Vermutlich nicht bloße Exekution, sondern auch Statuierung eines Exempels nach SS-Muster (?): Alle polnischen Zwangsarbeiter aus der Umgebung waren herbeigerufen worden, um dem grausamen Schauspiel zuzusehen. noch Tage danach beobachteten Einheimische, denen der Tod des Polen sehr nahe ging, Geheimpolizisten, die kontrollierten, ob die Grabstelle mit Schmuck bedacht war. Auch im Wirtshaus sei spioniert worden, um zu erfahre, wie Aulzhausen über die Tragödie im Wald denkt. Der damalige Pfarrer kaiser trug den polnischen Katholiken nicht ins kirchliche Sterberegister ein. Der Bürgermeister vermerkte zumindest den Namen in den gemeindlichen Akten - ohne Angabe der Todesursache.

 


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Rückblick:
Ein Schicksal unter vielen / Die Polen in der NS-Zeit
(Aichacher Zeitung vom 21./22. August 1993, S.27)

Aulzhausen (pes) Die Hinrichtung des Jungen Polen Michal Kwik ist nur ein Schicksal unter tausenden ähnlichen nach Hitlers "Sieg über Polen". Ganze Scharen arbeitsfähiger Frauen und Männer aus dem Osten wurden gezwungen - teils sogar mit der Geiselnahme ihrer Familienmitglieder durch die Nationalsozialisten - die Wirtschaftskraft des Dritten Reiches zu stärken. Die deutschen Soldaten waren an den Fronten, Arbeitskräfte aus dem Ausland wurden dringend gebraucht. Aus verbündeten und von der deutschen Wehrmacht besiegten Ländern kam "Menschenmaterial" nach Deutschland. 
Die größte Gruppe bildeten bald die "Ostarbeiter", die sich aber gleichzeitig am Ende der "gesellschaftlichen Hierarchie" fanden. "Bereits die Zuschreibung der Artfremdheit - die eine gleichermaßen feindliche Minderwertigkeit einschloss - genügte, um Polen und andere Ostarbeiter als Feinde des Nazi-Deutschlands zu kennzeichnen. Mit der Folge des Verlustes ihrer individuellen Rechtspersönlichkeit", wie Johannes Grabler in seiner Sekundärliteratur zum Fall "Michal Kwik" eruierte.
Mit Juden auf unterster Stufe
Im Münchner Stadtarchiv stieß der Student auf das 1940 herausgegebene "Merkblatt für polnische Zivilarbeiter", das den Polen nicht ausgehändigt, sondern nur zur kurzen Lektüre überlassen wurde. Ihre "Rechte" im Großdeutschen Reich begrenzten acht sogenannte besondere Bestimmungen. Neben dem untersagten Verlassen des Aufenthaltsortes und die Pflicht zum Tragen von Abzeichen auf der Kleidung steht unter anderem unter
Ziffer 6: Jeder gesellige Verkehr mit der deutschen Bevölkerung, insbesondere der Besuch von Theatern, Kinos, Tanzvergnügungen, Gaststätten und Kirchen, gemeinsam mit der deutschen Bevölkerung , ist verboten.

Tanzen ist nur in den, den polnischen Arbeitern zugewiesenen Gaststätten gestattet.
Ziffer 7: Wer mit einer deutschen Frau oder einem deutschen Mann geschlechtlich verkehrt oder sich ihnen sonst unsittlich nähert, wird mit dem Tode bestraft.
Ziffer 8: Jeder Verstoß gegen die für Zivilarbeiter polnischen Volkstums erlassenen Verordnungen und Bestimmungen wird in Deutschland bestraft, eine Abschiebung nach Polen erfolgt nicht. 
Die Kontrolle lag im Zuständigkeitsbereich der Gestapo. Letztlich lag es allein im Ermessen der Polizeibehörden, ob Staatsanwaltschaft und Gericht eingeschaltet wurden oder ob der Betroffene im Rahmen des polizeilichen Sanktionierungs- und Disziplinierungsinstrumentariums bestraft wurde. Schwerwiegende Verstöße gegen die Arbeitsdisziplin führten auf unbestimmte Dauer zur Einweisung in ein Konzentrationslager oder zur "Sonderbehandlung", was mit dem Tod am Strang gleichzusetzen war. 
Reichsjustizminister Thierack schrieb im Oktober 1944: "Ich gehe davon aus, dass die Justiz nur in kleinem Umfang dazu beitragen kann, Angehörige dieses Volkstums auszurotten." 
Die deutsch-polnische Versöhnung ist daher eines der wichtigsten Anliegen Grablers. Über seinen Antrag, mit Rozaniec dem Geburtsort Kwiks oder mit der Stadt Lobez, dem Wohnort der Kwik-Schwestern, eine Gemeindepartnerschaft einzugehen, grübeln Affings Gemeinderäte derzeit noch. Man will erst die Einweihung des Mahnmales im Juni abwarten. Einen Dankesbrief für diese Geste sandten die Kwik-Schwestern bereits an den Affinger Bürgermeister.

 


zum Seiten-Anfang    Versöhnungs-Kreuz

Ein "deutsch-polnisches Friedenskreuz" - warum?
Dieses Kreuz auf unserem Friedhof ist ein "Gedenk-Kreuz" für Michal Kwik und für alle Opfer des Nationalsozialismus. Es soll ein "Mahn-Kreuz" sein, um die Vergangenheit nicht zu vergessen und um nicht blind zu werden für die Gegenwart. Es soll ein "Versöhnungs- und Friedens-Kreuz" sein, das die Verständigung und Versöhnung zwischen den Völkern fördert. Es soll ein "Freundschafts-Kreuz" sein und für ein freundschaftliches Zusammenleben zwischen Ausländern und Deutschen stehen.
Wir hoffen und wünschen uns, dass die kirchliche und kommunale Partnerschaft zwischen Lobez und Affing auch in Zukunft bestehen wird und der Friede zwischen unseren Völkern erhalten bleibt!

Deutsch-Polnisches Versöhnungs-Kreuz

Deutsch-Polnisches Versöhnungs-Mahnmal
März 1994

Deutsch-Polnisches Versöhnungs-Mahnmal
April 2002

Versöhnungs-Kreuz-Aulzhausen
April 2007

Versöhnungs-Kreuz-Aulzhausen
Juli 2011

Das deutsch-polnische Friedens-Mahnmal, das der Aulzhausener Johannes Grabler beantragte, anfertigte und auf dem Friedhof aufstellte, erinnert an den 1944 von den Nationalsozialisten hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter Michal Kwik. Fast ein halbes Jahrhundert lag dessen Tragödie kaum beachtet unter dem "Mantel der Geschichte", dennoch gab/gibt sie Anlass zur deutsch-polnischen Versöhnung.

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 Michal Kwik  
 
 


zum Seiten-Anfang    Partnerschaft
 

 

Deutsch-Polnische
Versöhung 1994

 

Die "kirchliche" Partnerschaft zwischen den  Kirchen-
Gemeinden Aulzhausen und Lobez besteht seit Juni 1994.

Die "kommunale" Partnerschaft zwischen der 
Gemeinde Affing und der Stadt Lobez besteht seit Mai 1997.

.
Partnerschafts-Vertrag zwischen Affing und Lobez

Sehr geehrter Herr Bürgermeister mit Gemeinderäten von Affing!    [ Aulzhausen, 8.7.2007 ]

Auf der kommenden Gemeinderatssitzung werden neue Straßen-Namen beschlossen. Ich möchte daher anregen, zum 10-jährigen Partnerschafts-Jubiläum und als Geste der freundschaftlichen Verbundenheit auch den Namen unserer Partnerstadt Lobez (Lobez-Weg, Lobez-Straße, Lobez-Platz, etc.) ins Auge zu fassen.

Beispiel Augsburg: Amagasaki-Allee, Nagahama-Allee, Inverness-Allee, Dayton-Ring, Bourges-Platz

 


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PRESSE-ECHO
(Augsburger-Allgemeine - Archiv-Suchbegriff: "Lobez" Friedberger Allgemeine | Aichacher Nachrichten | Aichacher Zeitung)
 

    Ein Mahnmal als Zeichen der Versöhnung
    Zur Erinnerung an den Polen Miachael Kwiß
    Friedberger Allgemeine vom 10./11./12. April 1993, S.49

    Polen reichen die Hand zur Versöhnung
    Aulzhausen: Freude über Mahnmal in Lobez bei Stettin
    Aichacher Nachrichten vom 23. November 1993, S.22

    Auch in Lobez steht jetzt ein "deutsch-polnischer" Gedenkstein
    Johannes Grablers Arbeit erntet Anerkennung polnischer Honoratioren
    Aichacher Zeitung vom 24. November 1993, S.19

    Schicksal geklärt
    Deutsch-Polnischer Gedenkstein in Lobez
    Katholische SonntagsZeitung für das Bistum Augsburg vom 12./13. März 1994, S.28

    Aulzhausen bereitet sich auf den Besuch aus Polen vor
    Im Juni wird das Denkmal für Michael Kwik eingeweiht
    Friedberger Allgemeine vom 16. März 1994, S.45

    Friedensmal in Aulzhausen wird im Juni eingeweiht
    Schwestern des Nazi-Opfers kommen aus Polen
    Aichacher Nachrichten vom 19. März 1994, S.54

    Kwiks Schwestern kommen zur Weihe
    Denkmal in Aulzhausen wird am Sonntag gesegnet
    Aichacher Nachrichten vom 10. Juni 1994, S.22

    Versöhnungskreuz wird eingeweiht
    Deutsch-polnische Gedenkfeier am Sonntag in Aulzhausen
    Friedberger Allgemeine vom 10. Juni 1994, S.31

    Ein Gedenkkreuz als Zeichen der Versöhnung
    Mahnmal für hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter
    Aichacher Nachrichten vom 13. Juni 1994, S.28

    "Aulzhausen Treffpunkt der Menschen guten Willens"
    Gedenkkreuz für Nazi-Opfer feierlich eingeweiht
    Aichacher Zeitung vom 13. Juni 1994, S.22

    Ein Kreuz als Zeichen der deutsch-polnischen Versöhnung
    Mahnmal auf dem Aulzhauser Friedhof soll an von der Gestapo hingerichteten Zwangsarbeiter erinnern
    Friedberger Allgemeine vom 17. Juni 1994, S.29

    Ein Denk- und Mahnmal
    Polnische Delegation beim Festakt in Aulzhausen
    Katholische SonntagsZeitung für das Bistum Augsburg vom 2./3. Juli 1994, S.27

    Affing bandelt mit Lobez an
    Partnerschaft ist denkbar
    Aichacher Nachrichten vom ?. September 1995, S.33

    Aulzhauser besuchen polnische (kirchliche) Partnergemeinde
    Wiedererrichtete Kirche im Zeichen der Freundschaft
    Aichacher Nachrichten vom 4. November 1995, S.51

    Deutsch-polnische Freundschaft hilft beim Aufbau der Kirche
    Delegation aus Aulzhausen und Mühlhausen besucht Lobez
    Friedberger Allgemeine vom 4. November 1995, S.50

    Freundschaft bekräftigt
    Deutsche Delegation besuchte polnische (kirchliche) Partnergemeinde
    Katholische SonntagsZeitung für das Bistum Augsburg vom 2./3. Dezember 1995, S.?

    Freundschaftsvertrag mit Lobez in Polen
    Affinger Delegation fährt in die künftige Partnerstadt
    Aichacher Nachrichten vom 10. April 1997, S.26

    Komitee soll Partnerschaft beleben
    Aichacher Nachrichten vom 22. Mai 1997, S.26

    Die Partnerschaft ist jetzt besiegelt
    Vertreter aus Affing unterzeichnen in der polnischen Stadt Lobez die Urkunde
    Aichacher Nachrichten vom 15. Juni 1997, S.32

    Erhängter Zwangsarbeiter eint Affing und das polnische Lobez
    Befreundete Delegation am Wochenende beim Weihnachtsmarkt
    Aichacher Anzeiger und Aichacher Zeitung vom 1./6. Dezember 1997, S.?

    Lobez-Kontakte werden vertieft
    Aichacher Nachrichten vom 3. Februar 1998, S.?

    Im Bus nach Polen wurde es eng
    Schüler aus Affing besuchen die Partnerstadt Lobez
    Aichacher Nachrichten vom 16. Juli 2002, S.3

 

    Ein grausamer Tod förderte die Freundschaft
    Affing hält Erinnerung an Zwangsarbeiter lebendig
    - Einsatz eines Studenten brachte die Menschen zum Umdenken
    - Serie (19)
    (Augsburger Allgemeine vom 24. Dezember 2002, S.3 / von Till Hofmann)
     

Die Vielfalt der Kontakte ist beeindruckend: Städte und Gemeinden in unserer Region pflegen Partnerschaften mit Kommunen in aller Welt. Jede dieser Verbindungen hat ihre eigene Geschichte und ihre besonderen Aspekte. Einige dieser Partnerschaften, die vor allem durch das persönliche Engagement vieler Bürger geprägt sind, wollen wir in unserer Serie vorstellen. Der fürchterliche Tod eines jungen Mannes begründete die Freundschaft zwischen der Gemeinde Affing im Kreis Aichach-Friedberg und dem polnischen Lobez.

Völlig abgemagert stand er im Hof. Dann lief er vor einem Ochsengespann her, die Hände zusammengebunden. Es war der letzte Weg des 21-jährigen Michael Kwik. Im Hölzle, einem Waldstück zwischen Affing und Miedering, wartete der Strick auf den polnischen Zwangsarbeiter, der auf einem Bauernhof beschäftigt gewesen war. Auf dem Ochsenwagen wurde schon der Sarg transportiert, in den der Leichnam später hineingeworfen wurde.

Das "Verbrechen", für das der Pole mit seinem Leben bezahlen musste: Er hatte bei einer Rangelei die Uniform eines Wehrmachtsangehörigen beschädigt. Da war es unerheblich, dass der Dorfbursche auf Heimaturlaub und ein Kumpan Kwik zuvor provoziert, ihn gehänselt, verlacht und mit steinehaltigen Schneebällen beworfen hatten. In seiner Kaserne meldete der Soldat den Vorfall, wenig später standen Männer aus Aulzhausen und Polizisten auf dem Hof des Bauern, für den Kwik arbeitete. Der Pole wurde abgeführt und im niederbayerischen Moosburg inhaftiert. Acht Wochen später kehrte er zurück - grün und blau geschlagen und völlig "entstellt". Polnische Zwangsarbeiter aus der Umgebung mussten als Augenzeugen im Februar 1944 Kwiks Exekution beiwohnen. Dann wurde der Mann nahe dem Aulzhauser Kirchturm vergraben.

Ein halbes Jahrhundert später sollte das Polengrab, wie es in Affing hieß, sang- und klanglos verschwinden. Auf dem Dorffriedhof wurde Platz gebraucht. Niemand war da, der für den Begräbnisplatz zahlte. Und: schließlich war Gras über die Sache gewachsen. Einige waren nicht einverstanden, "dass man den Ärmsten das Grab auch noch nimmt". Und Johannes Grabler machte "Das Schicksal eines Zwangsarbeiters in Aulzhausen" zum Thema seiner gleichnamigen Studienarbeit an der Universität in Eichstätt. Damit gelang es dem Studenten, die Bewohner seines Dorfes für ein Stück Geschichte zu interessieren, die sich vor ihrer Haustür abgespielt hatte und deren Spuren zu verblassen drohten.

Intensive Recherchen führten Grabler ins polnische Lobez, eine 15.000-Einwohner-Stadt im Bezirk Stettin, etwa 60 Kilometer von der Ostsee entfernt. Dort lebten die Schwestern von Michael Kwik. Sie haben ein halbes Jahrhundert nach dem Tod des Bruders Gewissheit über dessen Schicksal. Doch damit nicht genug: Grabler fertigte ein schmiedeeisernes Kreuz, das auf dem Gottesacker aufgestellt wurde. "Kein Zeichen der Schuldigkeit", wie der damalige Student in einem Schreiben an den Gemeinderat vor elf Jahren betonte: "Ein Zeichen des Friedens mit Michael, seinen Angehörigen und dem polnischen Volk." Vielleicht könne das Gedenkkreuz der Beginn einer Freundschaft zwischen den Gemeinden sein. Ein Anfang war gemacht, als Kwiks Kreuz auf Einladung Affings von den Schwestern besucht wurde.

Grablers Wunsch ist wenige Jahre später Wirklichkeit. Die offizielle Gemeindepartnerschaft zwischen Affing und Lobez wurde vor fünf Jahren besiegelt und wird seither gelebt. Stadtkapelle, Tanzgruppen, Fußballer, Politiker, Schüler - die Affinger kennen durch regelmäßige Besuche ihre polnische Anlaufstelle und schätzen die Gastfreundschaft der Polen. Der dritte Affinger Bürgermeister ist seit fünf Jahren Vorsitzender des Partnerschaftskomitees und möchte diese ehrenamtliche Tätigkeit nicht mehr missen. Bislang lag ein Schwerpunkt des Komitees darin, Schulen auszustatten: mit Mobiliar, mit Büchern. In Lobez gehen die Kinder selbst dann in den Unterricht, wenn sie krank sind. Grund: die Schulspeisung. Denn selbst am Essen und Trinken muss in den Familien an einem Ort mit 30 Prozent Arbeitslosigkeit und wenig Perspektive auf Besserung gespart werden. [...]

 

    Bevölkerung trägt die Partnerschaft
    Vertreterin des Bayerischen Jugendrings mit polnischer Delegation in Affing
    Aichacher Nachrichten vom 26. Juni 2003, S.30

    "Vom Mosaiksteinchen zum Meilenstein der Verständigung"
    Affing begrüßt Delegation aus Lobez - Städtepartnerschaft steht auf gesunden Beinen - Besuch des Blasorchesters
    Aichacher Nachrichten vom 16. August 2003, S.3

    Junge Polen gehen in Affing zur Schule
    Schüler aus der Partnerstadt Lobez brauchen beim Bürgermeister keine Dolmetscherin - Erster Austausch seit EU-Erweiterung
    Aichacher Nachrichten vom 18. Juni 2004, S.5

    Affing - Lobez: Lebendige Partnerschaft
    Aichacher Nachrichten vom 26. November 2004, S.4

    Die Partnerschaft der Gemeinde Affing mit der polnischen Stadt Lobez steht nicht nur auf dem Papier, sondern sie lebt. [...] Neben der Teilnahme am Affinger Weihnachtsmarkt mit einem Verkaufsstand, war eine Vielzahl weiterer Aktivitäten zu verzeichnen. So wurden etwa eine Sammelaktion für medizinische Hilfsgüter und Schulartikel oder ein Diavortrag über die Partnerstadt Lobez im Feuerwehrheim Mühlhausen durchgeführt. Zu den Höhepunkten zählte die Begegnung der Jugendlichen aus Lobez und Affing. Ein Besuch der Jugendlichen bei den Audi Werken in Ingolstadt, dem MAN-Werksmuseum in Augsburg, die Besichtigung von Schloss Neuschwanstein, ein Grillfest und ein Empfang bei Baron von Gravenreuth und Bürgermeister Rudi Fuchs standen auf dem Programm. Finanziell unterstützt wurde die Begegnung durch Fördermittel des Bayerischen Jugendrings. [...] Die gegenseitigen Beziehungen der Partnergemeinden fördern auch die persönlichen Briefkontakte. [...]

    Ein Zeichen der Hoffung gesetzt - Aulzhausen: Allerheiligen-Treffen des Partnerschaftskomitees
    Der polnische Generalkonsul Pjotr Radosz legt Kranz am Versöhnungs-Mahnmal nieder.
    Aichacher Nachrichten vom 3. November 2005, S.4

    Afrika war doch für uns näher als Polen
    Im Landkreis gibt es über 20 Städte-Partnerschafen und -Freundschaften - Kleine aber feine Ausstellung würdigt Engagement
    Aichacher Nachrichten vom 1?. Oktober 2006, S.1

    Am Grab des Zwangsarbeiters
    Polnischer Vizekonsul Marek Meyer legt in Aulzhausen Blumengesteck nieder
    Aichacher Nachrichten vom 1. November 2006, S.5

    Das Lobez-Komitee ist lebendig und vielseitig
    Verbindungen zwischen Affing und der polnischen Stadt Lobez weiter gefestigt
    Aichacher Nachrichten vom 8. Januar 2007, S.4

    Lebendige Partnerschaft zwischen Affing und Lobez
    Delegation übergibt zahlreiche gespendete Hilfsgüter
    Aichacher Nachrichten vom 7. April 2007, S.7

    Der Mann für die "Sache Lobez"
    Affinger Lorenz Drexl erhält die Silberdistel für sein Engagement zur Verständigung mit Polen
    Augsburger Allgemeine vom 20. April 2007, S.3 "Die Dritte Seite", von Brigitte Laske

    Falsch-Meldung:
    "[...] Auf Drexls [richtig: Auf Johannes Grablers] Initiative hin wurde auf dem Friedhof in Aulzhausen für den polnischen Zwangsarbeiter ein Grab samt Kreuz angelegt, als Symbol für mindestens 70.000 Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs allein in Bayern unter dem Nazi-Regime arbeiten mussten. Bescheiden wehrt Drexl ab, wenn man ihn darauf [...] anspricht, [...]"
    Richtigstellung:
    Der Ausgezeichnete
    hat sich verdient gemacht, aber er hat sich nie für die Errichtung eines Versöhnungs-Kreuzes eingesetzt bzw. engagiert!
    Anmerkung:
    Ein Antrag für eine offizielle Gemeinde-Partnerschaft mit Rozaniec bzw. später mit Lobez wurde schon 1993/94 mit dem Antrag, das Versöhnungs-Kreuz aufstellen zu dürfen, bei der Gemeinde Affing eingereicht. - Der Anfang einer kommunalen Partnerschaft wurde 1994 mit der Partnerschaft der Kirchengemeinden Aulzhausen mit Lobez gemacht. Dadurch konnte u.a. auch der Wiederaufbau einer Kirche in Lobez maßgeblich unterstützt werden.

    Silberdistel für Lorenz Drexl
    Auszeichnung: Motor des Affinger Partnerschaftskomitees Lobez
    Aichacher Nachrichten vom 15. Mai 2007, S.1, Brigitte Laske
    - - -
    So stimmt's: Falscher Vorname im Bericht über Silberdistel vom 15. Mai 2007, S.1
    "[...] Richtig ist: Johannes Grabler ging in Aulzhausen ab 1992 dem Schicksal des polnischen Zwangsarbeiters nach. [...]"
    Aichacher Nachrichten vom 18. Mai 2007, S.2

    Im Juni rollt wieder ein Bus aus Affing in Richtung Polen
    Aichacher Nachrichten vom ?. Mai 2007, S.?

    Affinger messen sich beim Länderkampf in Lobez
    Partnerschaft: Über das lange Wochenende ist eine Delegation in Polen zu Gast. Gemeindetafeln und DVD im Gepäck
    Aichacher Nachrichten vom 9. Juni 2007, S.5

    Grabler in Lobez
    Aichacher Nachrichten vom 26. Juni 2007, S.5
    Friedberger Allgemeine vom 14. Juli 2007, S.2

13 Jahre Deutsch-Polnische Versöhnung
Pfarrgemeinde Aulzhausen schickt Grüße nach Polen
AZN vom 16. Juni 2007, S.4

Vor dreizehn Jahren, 1994, besuchte erstmals eine 12-köpfige Delegation aus Lobez (Labes), einer kleinen Stadt östlich von Stettin in Westpommern, die Gemeinde Affing, um das deutsch-polnische Versöhnungs-Kreuz auf dem Aulzhauser Friedhof mit einzuweihen. Bürgermeister Marek Romejko, Pfarrer Waclaw Plawski und auch zwei Schwestern (Anna Pieróg, Maria Wielgan) des hingerichteten polnischen NS-Zwangsarbeiters Michal Kwik waren damals nach Aulzhausen zur Einweihungsfeier gekommen (eine Schwester lebt heute noch in Lobez). Drei Jahre später, 1997, wurde ein offizieller Partnerschaftsvertrag zwischen der Gemeinde Affing und der polnischen Kleinstadt Lobez unterzeichnet. 
In der Fronleichnams-Woche besuchte nun der Initiator und Erbauer des Aulzhauser Friedens-Mahnmales, Johannes Grabler, die Partnerstadt Lobez, um der Pfarrgemeinde in Lobez und dem dortigen Bürgermeister die besten Glückwünsche zum 10- bzw. 13-jährigen Freundschafts-Jubiläum zu überbringen.

Grabler wurde von Marek Romejko, dem ehemaligen Lobezer Bürgermeister, herzlich empfangen und aufgenommen. Beim gemeinsamen Besuch im Rathaus beim heutigen Bürgermeister von Lobez, Ryszard Sola, überbrachte Grabler die Grüße der Pfarrgemeinde Aulzhausen und ein großformatiges Bild des Aulzhauser Friedens-Kreuzes. Grabler brachte seine Freude über die 10-jährige Partnerschaft zwischen Lobez und Affing zum Ausdruck und bedankte sich bei Bürgermeister Sola u.a. auch für die Übersetzung der Internetseite zur "Deutsch-Polnischen Versöhnung" in die polnische Sprache (www.grabler.de/polen). Daneben fand Grabler sehr lobende Worte für das langjährige Engagement des Affinger Partnerschaftskomitees für die deutsch-polnische Freundschaft. Bürgermeister Sola bekräftigte dankend seinen Willen zur Partnerschaft und verwies besonders auf die positiven Erfahrungen mit dem Schüleraustausch beider Kommunen.

Außerordentlich herzlich wurde Grabler vom Lobezer Vikar, Wlodek (Wlodzimierz, Wladimir) Kuscik, willkommen geheißen. Der fließend Deutsch sprechende, junge Priester übersetzte dem Lobezer Gemeindepfarrer, Stanislaw Helak, die überbrachten Grüße von der Aulzhauser Kirchengemeinde und von Pater Dominikus Kirchmaier. Ganz besonders freute sich Propst Helak, über das von Grabler überbrachte Geschenk - eine großformatige Kopie des Walfahrtsbildes "Maria Knotenlöserin" von St. Peter am Perlach in Augsburg. Als Sinnbild dafür, dass es in Freundschaften und Beziehungen oft jede Menge Knoten zu lösen gibt, werden bald in den Pfarrgemeinden Lobez (Erzbistum Stettin-Cammin, Dekanat Lobez) und Aulzhausen (Bistum Augsburg) Bilder der Knotenlöserin hängen und u.a. an die deutsch-polnischen Freundschaften zwischen den beiden kirchlichen und kommunalen Gemeinden erinnern.

Außerdem besuchte Grabler zusammen mit dem jungen Vikar Wlodek die renovierte Kirche in Strzmiele (Stramehl), einem kleinen Dorf bei Lobez. Durch die Patenschaft, die die katholische Kirchengemeinde Aulzhausen für diese Kirchenruine 1994 übernommen hatte, konnten damals die für die Renovierung dringend benötigten Fördergelder von der Deutsch-Polnischen Stiftung (?) genehmigt werden. Bei dem Gottesdienst von Vikar Wlodek war es ein erbauendes Gefühl, dass in dem Gotteshaus, wo vor Jahren noch Schafe untergebracht waren, sich heute die Gläubigen vor dem Altarbild der Schwarzen Madonna (?) von Tschenstochau versammeln können.

Mit den besten Grüßen von Bürgermeister Sola, Ex-Bürgermeister Romejko, Dekan Helak und Vikar Wlodek für die Kirchengemeinde Aulzhausen verließ Grabler die Partnerstadt Lobez mit der Gewissheit, dass das Band der Versöhnung und der Freundschaft zwischen Lobez und Affing bzw. zwischen Deutschen und Polen trotz der immer noch bestehenden, gegenseitigen Vorurteile enger gezogen wurde.

Kirche in Strzemiele bei Lobez
Kirche in Strzmiele

Grußwort der katholischen Pfarrgemeinde Aulzhausen:
Dem Hochwürdigen Herrn Probst mit der Pfarrgemeinde Lobez zur Erinnerung an den Gedächtnisgottesdienst und der Weihe des Grabkreuzes von Michal Kwik in Aulzhausen im Jahr 1994 von Ihrer Partnergemeinde St. Laurentius und Elisabeth am 3. Juni 2007 Pfarrer Pater Dominikus Kirchmaier mit Kirchenverwaltung (Lorenz Grabler) und Pfarrgemeinderat (Maria Fischer).
 

Katholische Kirchengemeinde Aulzhausen [?]/[?]
St. Laurentius und Elisabeth
Pfarrer: Pater Dominikus Kirchmaier
Laurentiusplatz 1
D 86444 Aulzhausen (Affing)

Parafia Rzymskokatolicka [?]/[?]/[?]
p.w. Najsw.
Serca Pana Jezusa
Proboszcz: Stanislaw Helak
ul. Browarna 13
PL 73-150 Lobez

 

 


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PAX

PAX    PAX
Deutsch-Polnisches Friedens-Mahnmal auf dem Friedhof von Lobez (
?)
P A X
ZUM  GEDENKEN  AN  UNSERE  TOTEN
DLA  UCZCZENIA  PAMIECI  NASZYCH  ZMAR
LYCH
LABES    
1993    
LOBEZ


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Folgen des 2. Weltkrieges

Der 2. Weltkrieg (?/?) war die größte Auseinandersetzung in der Menschheitsgeschichte. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung aus 61 Ländern war daran unmittelbar beteiligt. Insgesamt standen 110 Millionen Menschen unter Waffen, davon über die Hälfte im Dienst der Sowjetunion, Deutschlands und der USA.
Die größten Verluste an Menschenleben hatte die Sowjetunion zu beklagen. Neue Schätzungen gehen von mindestens 25 Millionen Toten aus, davon kamen höchstens ein Drittel bei militärischen Aktionen ums Leben. In China sind etwa 15 Millionen Menschen gestorben. Polen hatte fast sechs Millionen Tote zu beklagen, die Vereinigten Staaten etwa 300.000. In Deutschland forderte der Krieg über vier Millionen Opfer, in Japan über zwei Millionen. Weltweit schätzt man die Zahl der Toten auf ungefähr 60 Millionen, darunter sechs Millionen Juden.
Der 2. Weltkrieg hatte eine Flüchtlingswelle ausgelöst, die auch nach Kriegsende nicht zum Stillstand kam. Viele Menschen konnten aufgrund der politischen Veränderungen nicht in ihre Heimat zurückkehren, andere - wie z.B. die polnischen Juden - trafen bei ihrer Rückkehr auf so viel Ablehnung, dass sie erneut fliehen mussten. Auch Millionen Deutsche wurden vertrieben und waren auf der Flucht aus den ehemaligen Ostgebieten. Man spricht von weit über zehn Millionen Flüchtlingen.
 

Land

Gefallene Soldaten

Getötete Zivilisten

Gesamt

Sowjetunion

13.000.000

7.000.000

20.000.000

Polen

300.000

5.700.000

6.000.000

Deutschland

4.750.000

500.000

5.250.000

Jugoslawien

720.000

1.280.000

1.700.000

Frankreich

340.000

470.000

810.000

Großbritannien

324.000

62.000

386.000

Italien

?

?

330.000

USA

?

?

259.000

Japan

1.200.000

600.000

1.800.000

China

 ?

 ?

10.000.000

Vermisste

?

?

3.000.000

 

 

 

 

Tote > weltweit

27 Mill.

25 Mill. (6 Mill. Juden)

62 Millionen

 (Quelle:Internet und mehrere Lexikas)

Niemand, der nach 1930 geboren wurde, muss sich heute noch (kollektiv) schuldig fühlen!
Wir dürfen unsere Geschichte jedoch nicht vergessen, denn Kriege gibt es genug!

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Juni 2007